Eine Sommerpause….

….haben wir uns gegönnt, nachdem unsere erstes, so erlebnisreiches Schuljahr, hier mit Schulfesten (Plural!), Abschlussfeiern, letzten Elterngesprächen und Vorbereitungen für die Studienfahrt zu Ende gegangen ist. Wir waren ganz schön platt, aber auch sehr zufrieden mit uns…..konnten eine umfassend positive Bilanz nach unserem ersten Jahr hier ziehen.

Aber nun zog es uns auch heim….in die Heimat, ein Begriff mit dem sich viele schwer tun, aber den man fühlt, wenn man in der Ferne ist, sich entfernt hat! Und dass wir auch unserer Stadt Hannover so verbunden sind, hätten wir vor ein, zwei Jahren wohl auch nicht gedacht. Heimweh hatten wir die ganz Zeit nicht, aber da ist ein warmes Gefühl, wenn wir an D denken, und es war schön, es wieder aufzusuchen.

Wir haben Familie und Freunde wirklich wiedersehen wollen. Aus der Distanz relativiert sich vieles, sicher hat man auch ein vielleicht etwas verklärten Blick, aber ich habe in diesem letzten Jahr ganz viel an Familie, meine Kindheit und z.B. Erlebnisse in Kroatien gedacht, sodass ich da gern wieder auffrischen wollte. Freunde zu sehen war uns ganz wichtig, sodass sich zunächst ein Terminmarathon anbahnte, den ich nicht so gut vertragen habe zusammen mit Jetlag und einem darauf resultierenden „Weltendurcheinander“. Also haben wir nicht alle lieben Gesichter getroffen, und da hoffe ich einfach auf Verständnis. Aber wir haben es genossen, mit dem Rad/unseren neuen Rädern, denn ohne Fahrrad fehlt uns etwas (!), in die Natur zu fahren – und zwar gleich von der Haustür aus, was in Beijing nunmal nicht geht. Wir waren Joggen am Kanal oder in den Gärten und Schwimmen im Lister Bad, haben Freunde zu hause besucht oder uns im Café getroffen……haben die Seele baumeln lassen, aber haben uns auch um die Familie gekümmert.

Ich konnte ein paar Tage mit allen Linic – en (also meinem Bruder+Familie und meinen Eltern)  in Rijeka genießen, was natürlich auch Urlaub war. War mit meiner Mama auf dem Markt, mit den Kindern im Meer, und alle haben wir gemeinsam den Blick über die Stadt genossen. Stephan war bei seinen Eltern, und so hat jeder seinen ganz persönlichen Moment mit der Familie haben können. Gemeinsam konnten Stephan und ich  durch HH streifen, waren in BUX oder nochmals mit dem Rad im Solling bei NOM, haben ein bisschen eingekauft oder einfach nur ein bisschen geschwelgt – auch im leckeren Essen, mit dem uns einfach jeder verwöhnen wollte. Auf Kuchen haben wir auch kaum verzichtet 🙂 Die Gespräche oder auch einfach nur kleine Momente mit Freunden haben uns viel Freude gebracht und weitere Gedanken angestoßen. Aber es ist uns auch klar geworden, dass nicht jeder an unseren Erlebnissen interessiert ist oder sie verarbeiten kann oder möchte. Aber auch das ist in Ordnung, denn jeder lebt sein Leben und gestaltet es selbst. Wir teilen unseres gern mit Euch, wenn Ihr das auch möchtet, und so gab es auch viel von Euren Erlebnissen zu hören, und wir wollten gern auch an Euerm Leben teilhaben. Schöne Zeit!

Und so stellte sich auch ein Gefühl von Wehmut ein, als wir unsere Koffer wieder packen mussten. Aber wir wussten auch – und so ist es dann gestern, als wir hier in Beijing ankamen auch gekommen, dass wir uns wieder wohl fühlen würden. Sofort hat sich wieder dieser Bann entfaltet, den die Stadt ausübt. Wir sind gut angekommen und haben uns auf und über unsere Wohnung gefreut; sind nach einem kurzen Schläfchen in die nähere Umgebung aufgebrochen, um erste Erledigungen zu schaffen, und da war sie wieder…. diese Neugier und auch die Einsicht, dass sich diese Stadt so schnell verändert. Kaum, dass man 6 Wochen weg ist, gibt es neue Geschäfte (andere sind natürlich dann auch weg), die Baustellen haben Fortschritte gemacht, und die Stadt war auch gar nicht so voll. Offensichtlich gibt es hier auch ein  Sommerloch….die Menschen flüchten vor der Hitze und Schwüle, die sich hier breitmacht. Und während ich hier schreibe ist der TaiQi-Sportler, der täglich auf unserem großen Platz in der Mitte unseres Compounds (Wohnanlage) übt, wieder fleißig. Die chinesischen Klänge seiner Musik dringen hier bis in unsere Wohnung und ich wünschte, ich könnt das so wie er….diese memorierten Bewegungsabläufe so geschmeidig umsetzen. Ja, das habe ich mir vorgenommen: wenn wir schon hier, in der Wiege der chinesischen Kampfkunst, leben, möchte ich auch etwas davon mitnehmen. Und so kommen wieder neue Pläne auf, die wir umsetzen wollen….eine neues Jahr gestalten mit mehr Ausflügen in die Stadt und Umgebung, mehr sporteln, auch wenn die Umstände immer wieder widrig sind, neue Kollegen kennenlernen und integrieren, die Sprache noch besser erlernen, neue Reisen planen…..und und und.

Und wir freuen uns auf Besuch, der sich schon angekündigt hat: Meine Mama wird die erste dieses Jahr sein und Ende September anreisen. Und ein paar andere Reiselustige haben sich bereits angemeldet. Es wird uns eine Freude sein, Euch unser Beijing zu zeigen!!!!

Also, ich hoffe, nein, ich denke sicher, dass es wieder eine sehr kurzweilige Zeit sein wird….freut Euch darauf, so, wie ich!

Hier ein paar wenige Bilder und Impressionen von Kroatien, Doris´ liebste Stadt Berlin an nur einem Nachmittag und unsere neuen Räder!!!! 🙂

 

Rijeka und Kvarnerbucht von Trsat aus fotografiert

vor dem Reichstag tummelten sich dann mehrere Reisegruppen

ein neues Rad für Stephan

 

 

 

 

 

 

..und eines für mich!

 

 

 

 

 

 

 

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